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3 Schritte zur Seelenaufgabe

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3 3 Schritte zur Seelenaufgabet

Jeder von uns hat eine Seelenaufgabe, einen Purpose, wie es in englischer Sprache heißt, mit der wir in dieses Leben getreten sind. Täglich suchen mehr Menschen danach, weil es in ihnen rumort, sie können und wollen nicht mehr so arbeiten und unternehmen wie bisher. In diesem Artikel beschreibe ich kurz die drei notwendigen Schritte – forschen, annehmen, empfangsbereit halten -, um die eigene Seelenaufgabe tatsächlich zu leben.

Unsere ultimative Seelenaufgabe ist es, als Seele zum Schöpfer (Gott) zurückzukehren und das gelingt uns, wenn wir die gottgleichen Qualitäten Liebe und Einheit in unserem Leben zu verwirklichen lernen, in allem was wir tun und unternehmen. Alle Menschenseelen dienen zudem eng vernetzt der Entwicklung von Erde, Menschheit und allen Lebewesen in ihrer Gesamtheit. Zusätzlich sollen wir eine spezifische Aufgabe erfüllen, einen konkreten Beitrag zum Ganzen, um uns als Seele weiter zu entwickeln auf unserem Pfad der Rückkehr.

Lassen sie mich das am Beispiel einer Leitungsfunktion in einem Unternehmen erklären. Wir erhalten eine solche Seelenaufgabe beispielsweise, um uns zum einen lernend mit allen Aspekten von Macht auseinanderzusetzen und zum anderen, um diese Macht zum Wohle des Ganzen einsetzen. Unser physischer Körper ist in seinen wahrnehmenden Fähigkeit äußerst beschränkt. Das Bewusstsein unserer Seele ist zu groß, als das wir darauf mit unserem Körper permanent zugreifen können. So erinnern wir uns nicht automatisch an unsere Seelenaufgabe. Wir müssen unseren freien Willen benutzen, um aktiv danach in unserem Innersten zu forschen. Das gelingt uns wenn wir meditieren, bewusste Phasen der Stille, der Einkehr, des Rückzugs, der Reinigung einlegen oder spirituelle Methoden der Suche im Innersten nutzen. Doch dann wird es schmerzlich. Haben wir intuitiv als wahr erfahren, was unsere Aufgabe ist, stehen wir vor eine Hürde. Zwischen dem, was wir als Seelenaufgabe für unseren Beruf erkennen und unserem tatsächlichen Arbeitsleben klafft im Regelfall eine gewaltige Lücke, in dem was wir tun oder zumindest wie wir es tun.

Wir drücken uns vor einer Führungsaufgabe. Oder, wir haben zwar die Führungsposition erreicht, die wir erreichen sollten, aber unser Verhalten entspricht nicht dem, was wir realisieren wollten. Vieles im System des Unternehmens-, der Branche und der Weltwirtschaft zielt auf Wohlstand durch Ausbeutung und Unterdrückung anderer, auf Isolation und nicht Einheit. Aber um unserer eigenen finanziellen Sicherheit Willen spielen wir nach den Regeln des Systems. Hier ist unser freier Wille erneut gefragt. Es ist unsere Aufgabe, unsere berufliche Position zu erreichen und zu benutzen, gottgleiche Fähigkeiten von Einheit und Liebe zum Wohle von Erde und Menschenfamilie zu demonstrieren. Bringen wir den Mut zu solch einem Führungsverhalten auf, muss auch unser Umfeld anders reagieren, werden Menschen uns unterstützen, die genau zu diesem Zweck mit uns ihre Seelenaufgabe erfüllen wollen und können.

Die beste „innere Führung“ wie wir unsere berufliche Seelenaufgabe erfüllen können, ist unsere intuitive Einsicht, die kleine leise innere Stimme, die Verbindung zu unserer Seele, die uns zuflüstert, die weiß, was jetzt richtig und wichtig ist. Es reicht aber nicht, sie einmal oder gelegentlich zu hören, um zu wissen und zu bestätigen „was“ unsere Aufgabe ist. Wir müssen beständig mit ihr verbunden sein, um auch das „wie“ immer wieder richtig erfassen zu können. Unser intuitiver „Empfang“ muss jeden Tag eingeschaltet, klar und rein sein.

Je weiter wir also auf dem Pfad zu unserer Seelenaufgabe vorankommen, desto herausfordernder stellt sich unsere Aufgabe dar. Wir selbst müssen uns zunächst wandeln, Gewohnheiten loslassen, Hinderliches schmerzlich niederreißen, es muss in uns und um uns Raum für Einheit und Verbindung geschaffen werden. Das verlangt enorme Disziplin.

Nur wenn uns das gelingt, können wir unsere Seelenaufgabe in unserem Beruf ausdrücken. Gehen wir einen dieser drei Schritte nicht – forschen, annehmen, uns beständig empfangsbereit halten – dann agieren wir weiter als losgelöst denkendes Individuum: „mein Wille geschehe“. Wir verändern auch so gewiss die Welt, aber wir sind unfähig, uns in die Einheit allen Lebens und seiner sinnvollen Entwicklung einzufügen. Wie intelligent und fleißig wir auch sein mögen, wir lösen ein Problem und erschaffen zwei bis drei neue, weil wir weiterhin isoliert vom Ganzen denken und agieren.

Die Seelenaufgabe im Beruf anzunehmen und zu leben ist die ultimative Herausforderung und zugleich vollständige Erfüllung eines beruflichen Menschenlebens. Dieser Weg steht uns allen offen. Je mehr ihn gegen, desto besser für uns alle.

Ihre Martina Violetta Jung

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